Passion for Timber

24.09.2019

Neue Werksleitung und Ausbau am Pfeifer Group-Standort Uelzen

Jill Schenk (Verwaltungsleitung) und Marco De Gennaro (Standortleitung) repräsentieren die Führungsebene in Uelzen, dem nördlichsten der acht Pfeifer-Standorte.
© Pfeifer Group – Jan-Rasmus Lippels

In Uelzen, am nördlichsten ihrer acht Standorte, nimmt die Pfeifer Group mit Hauptsitz in Imst (Tirol/Österreich) bis 2021 mehr als 10,5 Mio. Euro in die Hand. Größte Posten im Investitionsprogramm sind die Modernisierung der Sägewerks- und Produktionsanlagen. Mit Marco De Gennaro treibt seit Juni 2019 ein neuer Werksleiter die Weiterentwicklung voran.

Seit der Übernahme im Jahr 2005 bietet die Hansestadt Uelzen für das österreichische Familienunternehmen Pfeifer aufgrund ihrer Nähe zur See enorme Vorteile für die Transportlogistik. Zudem ist der vollintegrierte Standort am Rand der waldreichen Lüneburger Heide ein Garant für permanente Rohstoffversorgung und damit Lieferfähigkeit. Jährlich werden ca. 500.000 m³ Rundholz in Kurzholzlängen eingeschnitten und zu 266.000 m³ Schnittholz, 250.000 m³ EUROBLOCK Palettenklötzen sowie 59.000 MW/h Bio-Strom verarbeitet. Das Holz liefern Landesforstverwaltungen und forstliche Zusammenschlüsse wie der FVL Lüneburger Heide / Waldmärker. In veredelter Form findet es Absatz bei regionalen Großkunden. Weiters werden Schnittholz- und Klotzkunden in aller Welt von Uelzen aus beliefert.

Verbesserungen für
Mensch und Maschine

In der größten „Klotzfabrik“ des Konzerns wickelte die Pfeifer Group zuletzt ein gezieltes Investitionsprogramm zur Qualitäts- und Leistungssteigerung ab. „Allein 4,8 Mio. Euro wurden in die zweite Ausbaustufe der Schnittholztrocknung samt Kanaltrockner, Lagerhalle und Umstapelanlage gesteckt, um die Jahrestrockenleistung auf 90.000 m³ zu erhöhen. Außerdem wurden im Bereich Klotzfertigung die Pressen auf Einzelhydraulik und die Sägen auf berührungslose Sensorik und Mechanik umgebaut“, berichtet Marco De Gennaro, Standortleitung Uelzen.

Für die Jahre 2020/21 stehen weitere Verbesserungen auf der Agenda: Neben der geplanten Erweiterung der Lagerfläche mit Regenrückhaltebecken werden sich Maßnahmen entlang der Sägelinie, der Holztrocknertechnik und der Produktions-Infrastruktur im Bereich Palettenklotz mit insgesamt ca. 1,42 Mio. Euro zu Buche schlagen. Michael Pfeifer, CEO der Pfeifer Group, skizziert Herausforderungen und Ziele:

"In absehbarer Zeit wird ein neues Sägewerk nötig sein, da sich das alte langsam der Verschleißgrenze nähert. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Sicherheit und möchten bei den jährlichen Arbeitsunfällen auf null kommen."

Attraktiver Arbeit- & Impulsgeber

Die Pfeifer Group gilt in der Region Uelzen als zuverlässiger, krisensicherer Arbeitgeber. Aktuell sind insgesamt 194 Mitarbeiter am Standort beschäftigt, die mit einer hohen Betriebszugehörigkeit von durchschnittlich 11 Jahren und länger ihre Arbeitsplatzzufriedenheit zum Ausdruck bringen. Auch zwei Azubis (ein Industriemechaniker und eine Industriekauffrau) werden zurzeit ausgebildet, künftig soll auch eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement erfolgen. „Wie viele andere Branchen sind auch wir vom Fachkräftemangel betroffen. Dazu kommt, dass unser 4-Schicht-System eine gewisse Flexibilität erfordert. Um unseren Betrieb für potenzielle Mitarbeiter sichtbar zu machen, engagieren wir uns in der Arbeitgeberinitiative Uelzen“, berichtet Jill Schenk. In der AGI.ue haben sich 21 Uelzener Firmen verschiedenster Branchen zusammengeschlossen, um die qualifizierten Ausbildungs- und Arbeitsplatzmöglichkeiten sowie die Lebensqualität in der Region zu bewerben.

Die Pfeifer Group kooperiert mit Schulen, veranstaltet Bewerbungstrainings für angehende Auszubildende und beteiligt sich an den AGI-Sitzungen und Stammtischen. „Damit werden wir als kompetenter Wirtschaftspartner in der Stadt Uelzen wahrgenommen und finden mit unseren Anliegen Gehör“, fasst Schenk zusammen.

Neue Standortleitung

Seit 1. Juni 2019 steht Marco De Gennaro dem Werk in Uelzen als neuer Leiter vor. Der Sägewerks- und Holzexperte aus Aschaffenburg hat während seiner beruflichen Laufbahn alle relevanten Abteilungen und Bereiche eines Sägewerkes selbst durchlaufen und konnte sich hierdurch umfangreiches Fachwissen aneignen. Zuletzt hatte er als Standortleiter eines großen holzverarbeitenden Betriebes für 220 Mitarbeiter Verantwortung übernommen und konnte in dieser Zeit sehr erfolgreich seine Führungskompetenzen unter Beweis stellen. Diese Qualitäten setzt Herr De Gennaro in Uelzen ein, um den Standort kontinuierlich weiterzuentwickeln:

"Meine Stärke liegt darin, Dinge anzupacken sowie Mitarbeiter zu motivieren und weiterzuentwickeln. Als Werksleiter gebe ich meinem Team alles an die Hand, was es fachlich und persönlich voranbringt, damit wir gemeinsam die Leistung am Standort erhöhen können".

Marco De Gennaro hat mit 1. Juni 2019 die Standortleitung in Uelzen übernommen.

Marco De Gennaro hat mit 1. Juni 2019 die Standortleitung in Uelzen übernommen.

Mit Werten wie Bodenständigkeit, Ehrlichkeit, Direktheit, Loyalität und Wertschätzung, die auch im Leitbild der Pfeifer Group verankert sind, nimmt sich Herr De Gennaro eines breiten Aufgabengebietes an, das von der Prozessoptimierung über die Datenvorgabe bis zum Controlling reicht. Er möchte eine neue Wahrnehmung abseits des konventionellen Sägewerksdenkens schaffen: „Ich sehe unseren Standort Uelzen als modernen Industriebetrieb. Dazu braucht es Tools, die dem Personal ein stressfreies Arbeiten mit höchsten Sicherheitsstandards ermöglichen und zugleich eine maximale Auslastung der Anlagen garantieren". Aus diesem Grund implementiert Herr De Gennaro in den einzelnen Arbeitsbereichen Checklisten und investiert in 5-S-Arbeitsplätze an allen Anlagen, um eine möglichst stress- und störungsfreie Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter zu schaffen.

Die Pfeifer Group

... zählt zu den traditionsreichsten und wettbewerbsstärksten Unternehmen der europäischen Holzindustrie mit über 2.000 Mitarbeitern an 8 Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien. 3,8 Mio. Festmeter Holz werden in den vollintegrierten Sägewerken der Gruppe zu Schnittholz und Hobelware, Betonschalungsplatten, Schalungsträgern, Brettschichtholz, verleimten Massivholzplatten sowie Palettenklötzen, Briketts, Pellets und Biostrom verarbeitet. Ab Ende 2019 bereichert der Zukunftsbaustoff Brettsperrholz (CLT = Cross Laminated Timber) die Produktpalette. Pfeifer exportiert in 90 Länder weltweit.

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