Mit zwei neu definierten Oberflächenqualitäten für Brettsperrholz (CLT) reagiert die Pfeifer Group auf veränderte Anforderungen im modernen Holzbau. Im Mittelpunkt steht eine überarbeitete Sichtqualität für CLT-Elemente, die Planern, Verarbeitern und Bauherren mehr Klarheit bei der Bewertung sichtbarer Holzoberflächen bieten soll. Produziert werden die CLT-Elemente im Werk in Schlitz.
Getrieben von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, kurzen Bauzeiten und positiven Wohneigenschaften steigt die Nachfrage nach sichtbaren CLT-Flächen seit Jahren kontinuierlich an. Für die unterschiedlichen Ansprüche im Holzbau liefert Pfeifer ab sofort Brettsperrholz in zwei Varianten: Industriequalität (IQ) für konstruktive Anwendungen mit nachträglicher Bekleidung und Sichtqualität (SQ) für sichtbare Anwendungen im Innenraum – vom Wohnbau bis zu öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsbauten.
Neu ist vor allem die breitere Fassung der Sichtqualität, welche nunmehr die beiden Kategorien Industrie- und Wohnsicht abdeckt. Pfeifer bündelt damit unterschiedliche Marktanforderungen in einer klar definierten Qualitätsstufe. Konkret bedeutet das:
Hintergrund der Überarbeitung sind unter anderem veränderte Rahmenbedingungen in der Rohstoffversorgung. Die Verfügbarkeit von Rund- und Schnittholz schwankt regional und saisonal stärker als früher, witterungsbedingte Einflüsse und Veränderungen in der Holzernte verstärken diesen Effekt. Unterschiede bei Astigkeit, Farbgebung, Jahrringstrukturen oder Harzgallen lassen sich deshalb auch innerhalb definierter Sortierklassen nicht vollständig vermeiden. „Mit der neuen Sichtqualitätsdefinition stellen wir sicher, dass diese Eigenschaften transparent beschrieben und einheitlich bewertet werden“, erklärt Vertriebsleiter Claus Greber. Ziel sei es, Planern und Verarbeitern eine verlässliche Grundlage für Ausschreibung und Beurteilung zu geben und gleichzeitig die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten.
Neu ist vor allem die breitere Fassung der Sichtqualität, welche nunmehr die beiden Kategorien Industrie- und Wohnsicht abdeckt. Pfeifer bündelt damit unterschiedliche Marktanforderungen in einer klar definierten Qualitätsstufe. Konkret bedeutet das: Die SQ-Oberfläche wird vollflächig egalisiert und geschliffen, die Holzfeuchte liegt bei Auslieferung zwischen 10 und 12 Prozent. Lieferbar ist die Sichtqualität ein- oder beidseitig in allen Decklagenstärken.
Nicht zuletzt war auch die subjektive Wahrnehmung von Oberflächenqualität ein Treiber der Weiterentwicklung. „Das Finden und Harmonisieren von Qualitätsansprüchen ist die große Challenge“, so Greber. Um produktionsseitig eine möglichst konstante Qualität sicherzustellen, setzt Pfeifer auf eine Kombination aus ausgesuchten Rohstoffen, Scannertechnologie und manueller Kontrolle. „Wir arbeiten mit modernster Technologie und Menschen, die den Rohstoff noch fühlen“, beschreibt Greber den Anspruch im Werk. Eine wichtige Rolle spielt auch die Bemusterung vor Projektbeginn.