03.08.2026

Kein Stück bleibt ungenutzt

Arbeiter bedient Holzbearbeitungsmaschine in Werkstatt

Vom Stamm bis zum letzten Span: Bei Pfeifer wird der Rohstoff Holz nahezu vollständig genutzt. Was beim Sägen, Hobeln oder Verarbeiten als Kuppelprodukt anfällt, wird zum Rohstoff für neue Produkte oder zur Energiegewinnung.

Bei der Anlieferung im Sägewerk wird das Rundholz entrindet und auf die richtige Länge gekappt. Die Rinde wird meist energetisch genutzt und liefert Wärme und Strom, beispielsweise für die Holztrocknung. Kappholz wird zu Hackgut zerkleinert und kann als Rohstoff für die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie oder ebenfalls zur Energiegewinnung eingesetzt werden.

Beim Einschnitt entstehen neben dem Schnittholz weitere wertvolle Fraktionen. Seitenware wird beispielsweise zu Paletten und anderen Verpackungsprodukten verarbeitet.

Hackgut dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Platten, während Sägespäne unter anderem zu Pellets weiterverarbeitet werden.Damit bleibt der Rohstoff möglichst lange in der stofflichen Nutzung, bevor er am Ende seiner Nutzungskette energetisch eingesetzt wird. 

Zerkleinerte Holzspäne in Nahaufnahme

Auch bei der Weiterverarbeitung von Schnittholz fallen Späne, Hobelspäne, Kappstücke und Schleifstaub an. Je nach Qualität und Beschaffenheit werden sie zu Platten oder Pellets weiterverarbeitet. Nicht stofflich verwertbare Holzreste können wiederum zur Erzeugung von Wärme genutzt werden. 

Und selbst nach der Verbrennung ist der Weg noch nicht ganz zu Ende: Ein großer Teil der anfallenden Asche kann beispielsweise in der Zementindustrie oder für die Bodenstabilisierung und im Forststraßenbau eingesetzt werden. Nur geringe Mengen müssen fachgerecht entsorgt werden. 

Vom Nebenprodukt zum neuen Rohstoff

Der entscheidende Gedanke hinter der nahezu vollständigen Holzverwertung lautet Kaskadennutzung: Holz soll möglichst lange und möglichst hochwertig genutzt werden. Erst wenn eine stoffliche Verwendung nicht mehr möglich oder sinnvoll ist, kommt die energetische Nutzung ins Spiel.

So entsteht aus dem ursprünglichen Baumstamm eine ganze Kette von Produkten und Nutzungen – und Abfall wird dabei auf ein Minimum reduziert.

Holzverwertung in Zahlen

20 Mio. m3

Holz wurden 2024 in Österreich geerntet. 100 % davon wurden einer weiteren Verwendung zugeführt.

56 %

des Holzeinschlags entfielen auf Sägerundholz und wurden von der Sägeindustrie verarbeitet.

bis zu 30 %

kann beim Einschnitt als Hackgut anfallen – ein wichtiger Rohstoff für die Platten-, Papier- und Zellstoffindustrie.

28 %

wurden direkt energetisch genutzt.

16,1 %

waren Industrieholz für die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie.

ca. 10 %

des Volumens entfallen beim Einschnitt von Fichtenholz auf Rinde, die überwiegend energetisch genutzt wird.

1,3 Mio. fm

Alt- und Gebrauchtholz wurden 2021 in Österreich für die Herstellung
von Span- und Faserplatten eingesetzt – rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs dieser Industrie.