18.07.2026

Neue EU-Vorgaben für Verpackungen: Pfeifer startet die Umsetzung der PPWR

Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gelten ab August 2026 europaweit einheitliche Anforderungen an Verpackungen und deren Dokumentation. Die Pfeifer Group bereitet sich bereits intensiv auf die Umsetzung vor. Ziel ist es, gesetzliche Vorgaben zuverlässig zu erfüllen und Kunden künftig alle erforderlichen Produktinformationen effizient und transparent bereitzustellen.

Pressholzklötze mit Löchern auf einem Förderband in der Produktion

Neue EU-Regeln stärken die Kreislaufwirtschaft

Mit der Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) schafft die Europäische Union einen neuen, einheitlichen Rechtsrahmen für Verpackungen. Die Verordnung ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und verfolgt das Ziel, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit zu verbessern und die Kreislaufwirtschaft europaweit weiter zu stärken.

Ab dem 12. August 2026 gelten die neuen Anforderungen unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Unternehmen müssen künftig detaillierter dokumentieren, aus welchen Materialien Verpackungen bestehen, wie sie recycelt werden können und welche gesetzlichen Anforderungen sie erfüllen.

Industrielle Folienblasmaschine produziert bedruckte Kunststofffolie mit Euroblock-Logo und euroblock.com

Pfeifer analysiert Produkte und Prozesse

Für die Pfeifer Group betrifft die PPWR insbesondere Produkte, die als Verpackung oder Verpackungsbestandteil eingesetzt werden. Dazu zählen vor allem Palettenkomponenten, Palettenklötze sowie Verpackungsmaterialien, die für den Versand von Produkten verwendet werden.

Im Mittelpunkt der aktuellen Vorbereitungen steht deshalb nicht eine grundlegende Änderung bestehender Produkte, sondern die systematische Aufbereitung der erforderlichen Informationen und Nachweise. Ziel ist es, Kunden künftig schnell und zuverlässig alle relevanten Angaben zur Verfügung stellen zu können.

Gestapelte EPAL-Holzpaletten mit eingebranntem EPAL-Stempel auf den Klötzen

Holz bietet beste Voraussetzungen

Holzbasierte Verpackungskomponenten bringen bereits heute viele Eigenschaften mit, die den Zielen der neuen Verordnung entsprechen. Sie bestehen aus einem nachwachsenden Rohstoff, sind langlebig und lassen sich am Ende ihres Lebenszyklus gut verwerten.

Mit der PPWR steigen jedoch gleichzeitig die Anforderungen an die Dokumentation. Kunden werden künftig verstärkt Informationen zur Materialzusammensetzung, zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben oder zu produktspezifischen Eigenschaften anfordern.

Dabei gilt: Die Pfeifer Group liefert überwiegend Verpackungskomponenten. Die Verantwortung für die vollständige Verpackung sowie deren rechtliche Konformität liegt beim jeweiligen Verpackungshersteller beziehungsweise Inverkehrbringer.

Mit Folie verpackte Euroblock-Paletten, gestapelt in einem Lager

Praxisnahe Umsetzung mit klaren Prozessen

Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, arbeitet Pfeifer derzeit an einem unternehmensweiten Umsetzungskonzept. Im Fokus stehen unter anderem Supplier Compliance Declarations (SCD), Risikobewertungen sowie standardisierte interne Prozesse.

Für unterschiedliche Produktvarianten – beispielsweise Standard-Palettenklötze und Produkte mit Altholzanteilen – werden spezifische Bewertungen erstellt. So können mögliche Risiken nachvollziehbar dokumentiert und Kundenanfragen künftig einheitlich und effizient beantwortet werden.

Parallel dazu werden auch die Verpackungsmaterialien der Lieferanten überprüft und die erforderlichen Produkt- und Umweltinformationen systematisch erfasst.

Wettbewerbsvorteil durch Transparenz

Die PPWR ist weit mehr als eine regulatorische Anforderung. Sie schafft zugleich die Möglichkeit, die Vorteile holzbasierter Verpackungslösungen noch transparenter darzustellen.

Mit einer frühzeitigen Vorbereitung stärkt die Pfeifer Group ihre Wettbewerbsfähigkeit und schafft die Grundlage, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen. Gleichzeitig profitieren Kunden von klaren Produktinformationen, standardisierten Nachweisen und einer schnellen Bearbeitung ihrer Anfragen.

Vorbereitung bis zum Inkrafttreten

Bis zur Anwendung der Verordnung im August 2026 werden die bestehenden Maßnahmen weiter ausgebaut. Dazu gehören die Finalisierung der Supplier Compliance Declarations, die Abstimmung der Risikobewertungen mit den Fachbereichen sowie der Aufbau einheitlicher Prozesse für zukünftige Kundenanfragen.

Damit stellt die Pfeifer Group sicher, dass die Anforderungen der PPWR zuverlässig umgesetzt werden – mit klaren Abläufen, transparenter Dokumentation und praxisnahen Lösungen für Kunden und Partner.

Gabelstapler transportiert eine Palette mit Euroblock-Produkten zwischen großen gestapelten Warenblöcken im Außenlager
Bedienungshilfen

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