10.07.2026

EUDR: Pfeifer stellt die Weichen für eine effiziente Umsetzung

Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) bringt neue Anforderungen für Unternehmen der Holzbranche mit sich. Aktuelle Klarstellungen der Europäischen Union sorgen jedoch für mehr Rechtssicherheit und reduzieren den Umsetzungsaufwand deutlich. Die Pfeifer Group hat die vergangenen Monate genutzt, um ihre Prozesse gezielt vorzubereiten und setzt die neuen Vorgaben pragmatisch und effizient um.

Luftaufnahme eines weitläufigen Nadelwaldes unter bewölktem Himmel

Mehr Klarheit bei der Umsetzung der EUDR

Mit der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verfolgt die Europäische Union das Ziel, sicherzustellen, dass Holz und Holzprodukte nur dann auf den europäischen Markt gelangen oder aus der EU exportiert werden, wenn sie nachweislich nicht aus Entwaldung stammen und legal gewonnen wurden.

Während die Verordnung bereits in Kraft ist, wurde ihre Anwendung verschoben. Für große und mittlere Unternehmen gelten die Anforderungen ab 30. Dezember 2026, für kleine und Kleinstunternehmen ab 30. Juni 2027. Gleichzeitig hat die Europäische Kommission zahlreiche offene Fragen konkretisiert und die Verantwortlichkeiten innerhalb der Lieferkette präzisiert. Dadurch ist heute deutlich klarer, welche Pflichten die einzelnen Marktteilnehmer tatsächlich erfüllen müssen.

Grüner Scania-Holztransporter mit Baumstämmen beladen an einem Industriestandort mit Silo und Windrad im Hintergrund

Klare Rollen entlang der Lieferkette

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die unterschiedlichen Rollen innerhalb der Wertschöpfungskette. Die größte Verantwortung trägt künftig das Unternehmen, das Holz oder Holzprodukte erstmals auf dem EU-Markt bereitstellt – der sogenannte Operator. Unternehmen, die Produkte anschließend weiterverarbeiten oder weiterverkaufen, übernehmen als Downstream Operator oder Trader andere Aufgaben und müssen nicht in jedem Fall eine eigene Sorgfaltserklärung erstellen.

Auch der Umgang mit den sogenannten EUDR-Referenznummern wurde konkretisiert. Für viele Unternehmen steht heute nicht mehr deren Weitergabe, sondern vielmehr die nachvollziehbare Dokumentation und Archivierung im Mittelpunkt.

Arbeiter in Warnschutzkleidung belädt einen Seitenstapler mit Polkky-Holzprodukten auf einem Industriegelände

Pfeifer setzt auf pragmatische Lösungen

Für die Pfeifer Group bedeuten diese Klarstellungen eine deutliche Vereinfachung. Ursprünglich war davon auszugehen, dass Referenznummern entlang der gesamten Lieferkette an alle Kunden weitergegeben werden müssen. Nach der aktuellen Auslegung ist dies in vielen Fällen nicht erforderlich.

Stattdessen konzentriert sich Pfeifer darauf, die jeweilige Rolle jedes Unternehmens innerhalb der Gruppe eindeutig zu definieren und die gesetzlichen Anforderungen genau dort umzusetzen, wo sie tatsächlich gelten. Damit können bestehende Prozesse genutzt und unnötiger administrativer Aufwand vermieden werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei unter anderem dem Einkauf von stehendem Holz, Exportprozessen – insbesondere bei Pfeifer Nordics – sowie extern bezogenem Schnittholz.

Pfeifer-Mitarbeiter in Warnweste bedient eine Maschinensteuerung in einem Sägewerk, im Hintergrund Überwachungsmonitore

Umfangreiche Vorbereitungen bereits abgeschlossen

Die Pfeifer Group hat die vergangenen Monate intensiv genutzt, um sich auf die Einführung der EUDR vorzubereiten. Sämtliche Warenflüsse wurden analysiert, die Rollen der einzelnen Gesellschaften und Standorte definiert und die notwendigen Informationen für das europäische TRACES-System vorbereitet. Gleichzeitig wurden technische Lösungen geschaffen, um erforderliche Daten und Referenznummern dort automatisiert zu erfassen und langfristig zu dokumentieren.

Diese Vorarbeiten bilden die Grundlage dafür, die gesetzlichen Anforderungen fristgerecht und effizient in die bestehenden Unternehmensprozesse zu integrieren.

Gesetzeskonform und zukunftssicher

In den kommenden Monaten wird Pfeifer die letzten Umsetzungsschritte abschließen und die definierten Prozesse konzernweit verankern. Dazu gehören die eindeutige Zuordnung der jeweiligen Rollen innerhalb der Lieferkette, die rechtssichere Archivierung relevanter Nachweise sowie einheitliche Abläufe für den Umgang mit Kunden- und Behördenanfragen.

Mit diesem strukturierten Ansatz stellt die Pfeifer Group sicher, dass die Anforderungen der EUDR zuverlässig erfüllt werden – praxisnah, transparent und mit einem klaren Fokus auf effiziente Prozesse.

LKW wird auf dem Betriebsgelände von Pfeifer mit verpackten Holzpaketen beladen
Bedienungshilfen

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