Passion for Timber

70 Jahre Leidenschaft für Holz

„Wir pflegen Wachstum mit Weitblick“

Die Pfeifer Group feiert 2018 ihr 70. Bestandsjubiläum. Das Tiroler Familienunternehmen mit Firmenzentrale in Imst zählt längst zu den führenden holzverarbeitenden Unternehmen Europas. 2.000 Mitarbeiter an 8 Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien veredeln mit »Passion for timber« – so der Markenclaim – den Rohstoff Holz zu einem weltweit gefragten Produkt-Portfolio.

CEO Michael Pfeifer ist stolz auf die Entwicklung der Pfeifer Group zum Komplettanbieter im Holzbausektor.

CEO Michael Pfeifer im Gespräch über die Entwicklung der Holzindustrie, die strategische Ausrichtung der Pfeifer Group und warum die Arbeit mit Holz attraktiver denn je ist.

Inwieweit hat sich die Holzbranche in 70 Jahren verändert?

Michael Pfeifer: In den ersten Jahren wurden in unserem Sägewerk Bretter produziert. Im Laufe der Zeit konnten wir verschiedene Produkte entwickeln, die sehr viel Know-how benötigen, von der Schalungsplatte bis zum Holzschalungsträger, vom Brettschichtholz bis zu Massivholzplatten, sowie Biobrennstoffe. Die Modernisierung hat viele Innovationen mit sich gebracht. Materialprüfungen werden etwa heute mit Röntgenscannern durchgeführt, um Topqualität zu garantieren.

Mussten Sie Ihre Unternehmensphilosophie im Lauf der Jahrzehnte öfters an die härteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen?

Michael Pfeifer: Nein. Bei aller globalen Ausrichtung, die wir heute pflegen, bilden die Werte der Gründungsjahre noch immer das Fundament unseres Unternehmens. Eckpfeiler sind das ausdauernde Qualitäts- und Effizienzstreben, um das Beste aus dem Rohstoff Holz zu machen. Aber auch die Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen und Technologien bei sorgfältiger Abwägung von Chancen und Risiken. Wir sind uns bewusst, dass wir als familiengeführtes Unternehmen eine besondere Verantwortung tragen und verfolgen nachhaltige Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern in allen gesellschaftlichen Bereichen. Das alles, eine ausgewogene Produktpalette und hohe Flexibilität haben uns auch durch wirtschaftlich angespannte Zeiten getragen. Als Pfeifer Group können wir heute auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückschauen, weil unser Blick immer nach vorne gewandt war. Diese Zukunftsausrichtung bleibt als Konstante.

„Als Pfeifer Group können wir heute auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückschauen, weil unser Blick immer nach vorne gewandt war.“

Sie sind dem Standort Tirol immer treu geblieben. Aus Überzeugung?

Michael Pfeifer: Ja. Tirol steht als Standort und Firmenzentrale außer Frage. Gerade heuer investieren wir wieder beträchtlich in die Werke in Imst und Kundl. Die Vorteile dieser beiden Standorte liegen auf der Hand: Das Rundholz für unsere Sägewerke stammt aus einem Umkreis von 200 Kilometern. Sie liegen zentral zu unseren Hauptmärkten Österreich, Deutschland, Italien und Schweiz. Und das Wichtigste: Wir haben hier äußerst motivierte und qualifizierte Mitarbeiter. Unsere anderen Standorte in Deutschland und Tschechien resultierten aus logistischen Überlegungen. Kurze Wege in der Rohstoffbeschaffung und die Nähe zu weiteren interessanten Märkten waren dafür entscheidend.

„Unser Familienunternehmen steht für Handschlagqualität, Beständigkeit, Kontinuität und ein zeitloses Werteverständnis.“

Brettsperrholz ist der Megatrend in der Baubranche. 2019 beginnt auch Pfeifer mit der Produktion. Was erwarten Sie sich durch diesen Schritt?

Michael Pfeifer: Brettsperrholz hat definitiv eine Revolution im Holzbau eingeleitet. Plötzlich konnte man ganz neue Bereiche erschließen! Wir haben diese Entwicklung in den letzten Jahren genau beobachtet und den Einstieg durchaus mit Respekt betrachtet, denn das nötige technische Know-how und die Planungsleistung sind enorm. Jetzt ist jedoch für uns der optimale Zeitpunkt gekommen und wir investieren 25 Millionen Euro, um aus dem Stand fünftgrößter Brettsperrholz-Produzent Europas zu werden. Ich bin überzeugt: Brettsperrholz hat noch ein tolles Wachstum vor sich.

Wo sehen Sie die wichtigsten Märkte?

Michael Pfeifer: Für uns bleiben die Kernmärkte am wichtigsten, allen voran Österreich, Italien, Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Daneben erschließen wir aber auch permanent neue Märkte wie z. Bsp. derzeit Australien, China, Japan oder Kanada.

Die Pfeifer Group bietet mannigfaltige Karrierechancen, gerade für junge Leute. Wie machen Sie jemandem einen Beruf in der Holzindustrie schmackhaft?

Michael Pfeifer: Unsere Branche bietet hochmoderne Arbeitsplätze mit zahlreichen Karrieremöglichkeiten. Leider fehlt dafür ein bisschen das Bewusstsein in der Politik und in der Öffentlichkeit. Es ist aber natürlich auch meine Aufgabe als Firmenchef, junge Leute für die Holzindustrie zu begeistern. Wer sich für einen spannenden Job an der Schnittstelle zwischen Natur und Technik interessiert, ist bei uns genau richtig.

Das Pfeifer-Headquarter in Imst/Tirol stand Ende September aus Anlass des 70. Unternehmens-Jubiläums und 40 Jahre Standort Kundl ganz im Zeichen eines großen Mitarbeiterfestes. Die Belegschaft der beiden Tiroler Standorte feierte gemeinsam mit der Unternehmerfamilie Pfeifer die bemerkenswerte Erfolgsgeschichte.

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Michael Pfeifer

CEO PFEIFER GROUP

„Die Zukunftsausrichtung unseres Unternehmens ist und bleibt die Konstante unseres Handelns.“

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