Die Energiekrise rückte Holz als regionale, erneuerbare Energiequelle in den Fokus und sorgte für enorme Nachfrage nach Pellets, was in Kombination mit den Lieferausfällen aus der Ukraine zu einer europaweiten Verknappung und Preissteigerung führte. Als Produzenten sahen wir uns 2022 mit enorm gestiegenen Kosten bei Energie, Logistik, Ersatzteilbeschaffung etc. konfrontiert. Die hohe Inflation führte in der zweiten Jahreshälfte zu einer zunehmend spürbaren Rezession, was die Erwartungen etwa für die Baubranche und Industrie dämpft.
Eine Prognose für die Entwicklung der Holzindustrie abzugeben, ist demnach schwieriger denn je. Ein paar Gedanken dazu: Gegenwärtig zeichnet sich ab, dass die Sägewerkskapazitäten in Mitteleuropa nur moderat steigen werden. Der Holzbauanteil, insbesondere die Nachfrage nach Brettsperrholz, wird sich jedoch weltweit erhöhen. Als Produktionsstandort wird Skandinavien für die Holzindustrie immer interessanter, auch die USA bleiben für uns ein attraktiver Produktionsort und Absatzmarkt. Russland hingegen wird in den nächsten 10 Jahren keine relevante Rolle spielen. Da sich die Holzindustrie-Konzerne auf Wachstumskurs befinden, rücken brennende Themen wie Rohstoffbeschaffung und Fachkräftemangel noch mehr in den Fokus als bisher schon.
Wie geht es nun weiter? Welche Tendenzen zeichnen sich für 2023 ab? Worauf dürfen wir uns in punkto Rohstoff, Märkte, Vertrieb und Logistik einstellen? Darüber möchten wir uns bei einer öffentlichen Online-Podiumsdiskussion mit Ihnen austauschen.
Welche Prognosen die Experten für 2023 wagen, erfahren Sie beim vorweihnachtlichen Pfeifer Talk Spezial, an dem Sie unkompliziert von Ihrem PC oder Smartphone aus teilnehmen können.